
Level
2
Experience
1 XP
Gold:
150
Downtime:
5
Rasse:
Beastkin
Herkunft:
Anointed
Background:
Seer
Klasse:
Warlock
Alter:
31
Größe:
1,78
GM Kompass:
-
Ordnung/Freiheit:
neutral
Gruppe/Selbst:
Ausgeglichen
Prinzip/Impuls:
Pragmatisch
Motivation:
Die Grenzen zwischen den Welten bewahren, bevor Virelis' Licht erlischt, und das Schicksal seines verschollenen Vaters aufdecken.
Methode:
Magie & Beobachtung
Grenze:
Unschuldige opfern
Completed:
2
Most recent:
1 day ago
Kor'Rakan, der Morgenrufer
Am äußersten Rand der bekannten Welt liegt Hahnenhorst, ein abgelegenes Dorf der Kampfhahn-Beastkin. Seit Generationen bewachen seine Bewohner den Nebelsaum, einen uralten Wald, an dem die Grenze zwischen Licht und Finsternis ungewöhnlich dünn geworden ist. Jeden Morgen erklingen dort uralte Ritualrufe, denn die Bewohner glauben, dass der Sonnenaufgang nicht selbstverständlich ist. Sie sehen sich als Wächter der Dämmerung, deren Aufgabe es ist, das Licht jeden Tag aufs Neue willkommen zu heißen.
Kor'Rakan wurde mit feinen goldenen Zeichen auf seiner Haut geboren, die von den Ältesten als göttliche Weihe gedeutet wurden. Seine Großmutter, die letzte Seherin des Dorfes, nahm ihn als Lehrling auf und brachte ihm bei, Omen zu deuten, Visionen zu verstehen und die alten Überlieferungen zu bewahren. Schon als Kind wurde Kor'Rakan von Träumen heimgesucht, in denen sich eine endlose Nacht über seine Heimat legte. Aus Angst, sich zu irren oder Panik auszulösen, sprach er mit niemandem darüber.
Drei Jahre später erfüllte sich seine Vision.
Die Sonne ging unter und kehrte nicht zurück. Aus dem Nebelsaum krochen namenlose Kreaturen, die jedes Licht verschlangen. Während die Wächter versuchten, den Wald zu verteidigen, verschwand Kor'Rakans Vater zusammen mit mehreren Morgenrufern in der Dunkelheit und kehrte niemals zurück. Das Dorf stand kurz vor dem Untergang.
In seiner Verzweiflung bestieg Kor'Rakan den alten Glockenturm über der Nebelkammer und rief nach dem Morgen, erst mit den überlieferten Ritualen, schließlich nur noch mit seinem eigenen Willen. Seine Antwort kam von Virelis, einem uralten Hüter der Schwellen zwischen Licht und Finsternis. Einst hatte Virelis dafür gesorgt, dass auf jede Nacht ein neuer Morgen folgte, doch seine Kraft war über unzählige Zeitalter fast vollständig erschöpft.
Virelis bot Kor'Rakan einen Pakt an. Er übertrug ihm einen Splitter seines verblassenden Lichts und gemeinsam gelang es ihnen, die Dunkelheit zurückzudrängen. Der Morgen kehrte zurück und Hahnenhorst wurde gerettet. Doch Kor'Rakans Vater blieb verschollen und große Teile des alten Wissens der Seher gingen in jener Nacht unwiederbringlich verloren.
Seit diesem Tag trägt Kor'Rakan nicht nur Virelis' Macht, sondern auch dessen Bürde. Die Magie, die er wirkt, stammt aus derselben schwindenden Flamme, die Virelis am Leben erhält. Jeder Zauber verbraucht einen winzigen Teil dieses uralten Lichts. Es ist kein unerschöpflicher Quell, sondern eine Flamme, die beide gemeinsam vor dem Erlöschen bewahren müssen.
Nach Jahren als Morgenrufer erkannte Kor'Rakan, dass Hahnenhorst nicht der einzige Ort war, an dem die Grenzen der Welt zerbrechen. Seine Visionen führten ihn immer häufiger zu fremden Pfaden, vergessenen Ruinen und Orten, an denen das Licht schwächer wurde. Virelis offenbarte ihm schließlich, dass all diese Schwellen miteinander verbunden sind und ihr Ursprung tief im Großen Labyrinth liegt. Dort verlaufen die Pfade zwischen den Welten, und dort breitet sich die Finsternis zuerst aus.
Um herauszufinden, weshalb das Licht der Welt schwindet, den Ursprung der wachsenden Dunkelheit zu finden und vielleicht eines Tages Virelis vor dem endgültigen Erlöschen zu bewahren, machte sich Kor'Rakan auf den Weg ins Labyrinth. Jede Reise bringt ihn näher an die Wahrheit über seinen Pakt und näher an die Hoffnung, dass das Opfer seines Vaters nicht vergeblich gewesen ist.
Sein einziger ständiger Begleiter ist Funke, ein kleines Küken aus goldenem und violett schimmerndem Licht. Neugierig, verspielt und furchtlos scheint es ein winziger Splitter von Virelis' Wesen zu sein. Wo Kor'Rakan schweigsam und nachdenklich ist, begegnet Funke der Welt mit grenzenloser Neugier und erinnert seinen Herrn daran, dass selbst das kleinste Licht Hoffnung schenken kann.