
Level
3
Experience
3 XP
Gold:
155
Downtime:
5
Rasse:
Kobold
Herkunft:
Alderin
Background:
Divine Enforcer
Klasse:
Paladin
Subclass:
Justice
Alter:
0
Größe:
1,40
GM Kompass:
-
Ordnung/Freiheit:
eher Ordnung
Gruppe/Selbst:
Eigeninteresse
Prinzip/Impuls:
Pragmatisch
Motivation:
Freiheit von seiner Schuld
Methode:
Kompromisslos
Grenze:
Sein Ziel aufgeben
Completed:
1
Most recent:
13 days ago
Daz weiß, dass er bereits einmal gelebt hat. Alles, was davor lag, wurde ihm jedoch genommen. Er erinnert sich weder an seinen Namen noch an seine Herkunft, seine Familie oder sein Aussehen. Er weiß lediglich mit absoluter Gewissheit, dass er einst kein Kobold war.
Nach seinem Tod erwachte er im Körper eines roten Kobolds. Vor ihm stand Mentulus, eine Gottheit, die unter Kobolden verehrt wird und einst selbst als sterblicher Kobold die Welt mit seinen Gefährten vor dem Untergang bewahrte. Warum ausgerechnet Daz ausgewählt wurde, weiß er bis heute nicht.
Mentulus erklärte ihm lediglich, dass seine Seele nun an ihn gebunden sei und dass er seine Freiheit zurückerlangen könne, sobald das Zeichen auf seinem Unterarm vollendet ist.
Nach jedem erfolgreich erfüllten Auftrag erhitzt er ein Messer und brennt einen weiteren Strich in das geometrische Symbol. Seine Hand weiß genau welcher Strich der nächste ist, ohne dass Daz darüber nachdenken muss. Mit jedem Auftrag wächst das Zeichen weiter und Daz ist überzeugt, seiner Freiheit ein Stück näher gekommen zu sein.
Mentulus schickt Daz ins Labyrinth und weist ihm Ziele zu. Er erhält weder Erklärungen noch Hintergründe. Für Daz spielt das keine Rolle. Sein Auftrag ist alles, was zählt. Sobald er eine Spur aufgenommen hat, verschwindet alles andere. Er wird zielstrebig, eiskalt und kompromisslos. Hindernisse werden beseitigt, Zeugen zum Schweigen gebracht und jeder, der sich zwischen ihn und sein Ziel stellt, wird zu einem weiteren Problem, das gelöst werden muss. Töten ist für Daz weder Vergnügen noch Grausamkeit. Es ist schlicht der effizienteste Weg, einen Auftrag zu erfüllen.
Daz misst jede Entscheidung ausschließlich an ihrem Beitrag zum Erfolg der Mission. Persönliche Moral, Ehre oder Mitgefühl beeinflussen sein Urteil nicht. Er folgt dem Plan, der nach seiner Einschätzung die größte Aussicht auf Erfolg bietet, unabhängig davon, wer ihn entwickelt hat oder welchen Preis seine Umsetzung fordert. Für Daz steht das Ziel über allem. Der Weg dorthin ist bedeutungslos. Diese unerschütterliche Entschlossenheit bleibt nicht ohne Wirkung. Wer an seiner Seite kämpft, spürt instinktiv den Drang, seinem Beispiel zu folgen. Zweifel weichen einem beinahe greifbaren Gefühl von Gewissheit und selbst aussichtslose Vorstöße wirken plötzlich erreichbar.
Ist die Jagd vorbei, kehrt auch Daz zurück. Er wirkt gelassener, spricht mehr und scheint mit der Welt weit weniger im Konflikt zu stehen. Seine freie Zeit verbringt er selten untätig. Stattdessen repariert er Mauern, Werkzeuge, Möbel oder alles andere, was beschädigt ist. Er sucht nicht nach Anerkennung und erwartet keinen Dank. Wenn etwas kaputt ist, versucht er es instinktiv wieder instand zu setzen. Warum er das tut, kann er selbst nicht erklären. Vielleicht ist es eine Erinnerung an ein Leben, das längst verloren ist. Vielleicht versucht er unbewusst, etwas wiederherzustellen, das in ihm selbst zerbrochen ist.
Daz ist überzeugt, dass jeder erfüllte Auftrag ihn seiner Freiheit näher bringt. Er zweifelt weder an dem Ritual noch an Mentulus. Er hat keinen Grund dazu. Alles, was er weiß, ist, dass das Zeichen eines Tages vollendet sein wird und seine Schuld dann beglichen ist.