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Level
2
Experience
1 XP
Gold:
100
Rasse:
Beastkin (Löwe)
Herkunft:
Steppenlande
Background:
Entflohen
Klasse:
Barbarian
Alter:
20
Größe:
1,98
Completed:
2
Most recent:
1 day ago
Leona wurde als Tochter von Nyara, der mächtigen Stammesführerin des Stammes Ahn'Shara, geboren. Das Volk von Ahn'Shara lebte seit Generationen in den trockenen Savannen und Felswüsten des Südens. Es war ein stolzer Stamm mit einer langen Tradition: Die Weibchen führten das Volk als Kriegerinnen, Richterinnen und Herrscherinnen, während die Männchen nur wenig Einfluss auf die Geschicke des Stammes hatten.
Als einziges Kind der Stammesführerin war Leonas Zukunft bereits vor ihrer Geburt bestimmt. Sie sollte eines Tages die nächste Matriarchin werden und die Verantwortung für ihr Volk übernehmen.
Doch in der Nacht ihrer Geburt ereignete sich etwas, das ihr gesamtes Leben verändern sollte.
Eine Gruppe verbitterter Männchen, angeführt von Kazar, hatte sich heimlich gegen die Herrschaft der Löwinnen verschworen. Gemeinsam mit dem alten Schamanen Jabari führten sie ein verbotenes Ritual durch. Aus Hass auf die zukünftige Erbin belegten sie das neugeborene Jungtier mit einem uralten Fluch. Sie riefen Geister des Zorns, der Gewalt und der Raserei an und banden deren Essenz an Leonas Seele.
Niemand bemerkte die Tat.
Leona wuchs zu einer außergewöhnlich starken und talentierten Kriegerin heran. Schon als Jungtier zeigte sie Fähigkeiten, die viele ihrer Altersgenossen übertrafen. Unter der strengen Führung ihrer Mutter lernte sie den Umgang mit Waffen, Stammesrecht, Jagd und Kriegsführung. Alles an ihr deutete darauf hin, dass sie eines Tages eine große Anführerin werden würde.
Doch mit den Jahren offenbarte sich die wahre Natur des Fluches.
Eine unnatürliche Wut loderte ständig in ihrem Inneren. Kleinste Provokationen konnten heftige Zornesausbrüche auslösen. Im Kampf verlor sie oft die Kontrolle über sich selbst und kämpfte mit einer Wildheit, die selbst erfahrene Krieger erschreckte. Nach jedem Ausbruch plagten sie Schuldgefühle. Aus Angst, anderen Schaden zuzufügen, richtete sie ihre Wut oft gegen sich selbst. Viele der Narben an ihrem Körper stammen von diesen Momenten. Die Bandagen, die ihre Arme, Schultern und Beine bedecken, verbergen die Spuren eines lebenslangen Kampfes gegen ihre eigene Natur.
Trotz aller Bemühungen glaubte ihre Mutter, Disziplin und Stärke könnten das Problem lösen. Jahrelang wurde Leona härter trainiert als jede andere Kriegerin des Stammes. Doch je stärker ihr Körper wurde, desto mächtiger schien auch der Fluch zu werden.
Schließlich kam der Tag, vor dem sie sich immer gefürchtet hatte.
Während eines wichtigen Stammesrituals verlor Leona erneut die Kontrolle. Von blindem Zorn überwältigt, griff sie alles an, was sich in ihrer Nähe befand. Mehrere Stammesmitglieder wurden verletzt, und ihre beste Freundin Asha, die sie seit ihrer Kindheit begleitet hatte, entkam nur knapp dem Tod.
Als die Raserei vorüber war und Leona das angerichtete Chaos sah, wurde ihr klar, dass sie eines Tages eine Gefahr für ihr eigenes Volk werden könnte.
In derselben Nacht verließ sie ihre Heimat.
Ohne Abschied. Ohne Ziel.
Sie wollte nicht riskieren, dass ihre Mutter, ihre Freunde oder ihr Stamm eines Tages unter ihrem Fluch leiden mussten.
Auf ihren Reisen hörte sie Geschichten über ein uraltes Labyrinth, verborgen unter den Ruinen einer längst vergessenen Zivilisation. Man sagte, dass in seinem Zentrum Antworten auf jede Frage und Heilung für jeden Fluch zu finden seien. Viele Abenteurer hatten versucht, das Labyrinth zu durchqueren. Nur wenige kehrten zurück.
Für Leona war es ihre einzige Hoffnung.
In ihren Träumen erscheint ihr immer wieder Malkor, die Verkörperung des Fluches selbst. Er flüstert ihr von Macht, Stärke und Freiheit und versucht, sie dazu zu bringen, ihren Zorn vollständig zu akzeptieren. Ob Malkor tatsächlich existiert oder lediglich ein Trugbild ihres verfluchten Geistes ist, weiß niemand.
Heute wandert Leona allein durch die Welt.
Die meisten sehen nur eine einschüchternde Löwin mit gewaltigen Muskeln, einer wilden Mähne voller Perlen und Knochen sowie zahllosen Bandagen und Narben. Ihr finsterer Blick und ihre ständige Anspannung lassen sie aggressiv und feindselig wirken.
Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine Kriegerin, die jeden Tag gegen die Dunkelheit in ihrem Inneren kämpft.
Sie sucht nicht nach Ruhm.
Nicht nach Macht.
Nicht einmal nach ihrem rechtmäßigen Platz als zukünftige Herrscherin von Ahn'Shara.
Sie sucht lediglich nach einer Möglichkeit, den Fluch zu brechen, bevor er eines Tages alles zerstört, was sie jemals geliebt hat. Denn tief in ihrem Herzen fürchtet Leona, dass am Ende ihrer Reise eine schreckliche Wahrheit auf sie wartet:
Vielleicht ist der Fluch längst kein Fremdkörper mehr.
Vielleicht ist der Zorn ein Teil von ihr geworden. Und vielleicht besteht ihre wahre Prüfung nicht darin, ihn zu besiegen, sondern zu lernen, mit ihm zu leben.
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