„Keine Sorge. Wenn ich dich hätte töten wollen, wäre dieses Gespräch deutlich kürzer.“
Mit knapp 1,93 Schritt ist Mortha eine ungewöhnlich große und breitschultrige Graveborn. Unter einem gepflegten schwarzen Reisemantel mit dunkelgrünen Details trägt sie robuste Lederrüstung, einen schweren Fellkragen und die Ausrüstung einer erfahrenen Wanderin. Alchemistische Phiolen hängen an Gürtel und Körper, während eine kleine Handsichel griffbereit sitzt.
Ihr langer weißer Zopf ist mit kleinen Tierschädeln und Knochen geschmückt. Aus den Augenhöhlen ihres kahlen Totenschädels brennt ein unnatürliches violettes Licht. Besonders unangenehm wird ihr Anblick, wenn ihr Schädel zu diesem breiten, beinahe diabolisch vergnügten Grinsen ansetzt.
Mortha ist ruhig, undurchsichtig und ausgesprochen pragmatisch. Freundlichkeit sollte man nicht mit Herzlichkeit verwechseln. Sie beobachtet lieber, als von sich zu erzählen, stellt unangenehm präzise Fragen und besitzt einen trockenen bis makabren Humor.
Im Kampf hält sie wenig von Ehre. Fallen, Gifte, Hinterhalte, Hexerei und ein Tritt gegen das Knie sind für sie ebenso legitime Waffen wie ihre Sichel. Noch lieber vermeidet sie einen Kampf vollständig.
Denn Mortha hat festgestellt, dass Angst erstaunlich viele Probleme löst.
Man erzählt sich, Mortha könne die Sprache des Void lesen, braue Tränke aus Dingen, die vernünftige Alchemisten nicht einmal anfassen würden, und kenne Wege zwischen den Welten, die auf keiner Karte verzeichnet sind.
Andere behaupten, Tiere würden unruhig, wenn sie in der Nähe ist.
Und dann gibt es dieses besonders seltsame Gerücht:
Mortha soll manchmal mit der Dunkelheit sprechen.
Das Beunruhigende daran ist nicht, dass sie antwortet.
Sondern dass gelegentlich jemand schwört,