Rensai schweigt.
Seit Wochen verschwinden Menschen aus dem Dorf.
Keine Spuren. Keine Leichen. Keine Zeugen.
Nur Geschichten.
Von einer Gestalt, die im Nebel erscheint.
Von einer Melodie, die niemand beschreiben kann.
Von weißen Lilien, die über Nacht auf Feldern erblühen, auf denen niemals etwas wuchs.
Manche Bewohner beginnen, Dinge zu zeichnen, an die sie sich nicht erinnern können.
Andere behaupten, sich plötzlich nach einem Ort zu sehnen, an dem sie niemals gewesen sind.
Und wenn die Nacht über Rensai hereinbricht, sollte man besser nicht zu lange in Richtung der westlichen Hügel sehen.
Denn dort draußen wartet etwas.
Etwas, das sich erinnert.
Etwas, das vergessen wurde.
Und etwas, das vielleicht niemals hätte zurückkehren sollen.