Recap:
Verala erschien in der Gildenhalle und sammelte die Helden aus vielen Welten. Ihre Regenbogenkugel flackerte in Rot, Gold und dunklem Orange, als sie ihnen von einem Hilferuf aus Grashnak Thul berichtete.
Am Glutkamm, einem Vulkan in den Feuerbergen, verschwanden seit einiger Zeit Karawanen. Wagen wurden geplündert, Vorräte verstreut und seltsame Spuren zurückgelassen. Verala brachte die Helden an den Rand des Glutkamms und gab ihnen den Auftrag, herauszufinden, was hinter den Überfällen steckte.
Am Fuß des Vulkans fanden die Helden einen geplünderten Karawanenplatz. Zwischen umgestürzten Wagen, verbrannten Radspuren und verstreuten Vorräten entdeckten sie Kritzeleien der Kobolde:
ALLES FÜR DEN FÜRSTEN!
GLANZ FÜR DEN HORT!
FEUER FÜR DIE KLEINEN!
Kurz darauf gerieten die Helden in einen Kobold-Hinterhalt. Die Kobolde griffen mit Fallen, Rauch, Netzen und viel zu großer Begeisterung an. Im Kampf töteten die Helden mehr als die Hälfte der Angreifer. Einer der Kobolde floh, doch der rote Kobold Rainer blieb zurück und führte die Gruppe schließlich zum Dorf der Kobolde.
Dort erfuhren die Helden mehr über den sogenannten Fürsten der Glutklippen. Die Kobolde verehrten einen jungen roten Drachen namens Igneel und sammelten für ihn Tribut. Bevor die Helden vor ihn treten durften, mussten sie jedoch eine Mutprobe bestehen.
Die Kobolde schickten sie in eine alte Lavaröhre, um einen schwarzen, glänzenden Helm von einem Steinpodest zu holen. In der heißen Höhle trafen die Helden auf einen wütenden Magma-Mephit, der sich durch die ständigen Koboldbesuche gestört fühlte. Mithilfe von Command hielten sie den Mephit bewegungslos, während Six an ihm vorbeirannte und den Helm an sich brachte. Danach flohen die Helden aus der Höhle und hatten ihre Mutprobe bestanden.
Mit dem Helm als Tribut wurden die Helden schließlich zu Igneel, dem Fürsten der Glutklippen, geführt.
Igneel war ein junger roter Drache: stolz, gefährlich und voller Drang, als großer Herrscher gesehen zu werden. Seine Schuppen glühten tiefrot, eines seiner schwarzen Hörner war abgebrochen, und seine Augen wirkten trotz aller Bedrohlichkeit noch jung. Auf seinem chaotischen Hort aus Münzen, Waffen, Helmen, Werkzeugen, Karawanenwaren und wertlosem Kobold-Plunder inszenierte er sich als mächtiger Fürst.
Die Helden erkannten, dass Igneel die Überfälle nicht direkt befohlen hatte. Er hatte lediglich gesagt, ein Drache brauche einen Hort. Die Kobolde hatten daraus eine Pflicht gemacht und begannen, Karawanen in seinem Namen zu überfallen. Igneel hatte dies zugelassen, weil ihm Verehrung und wachsender Schatz gefielen.
Doch die Helden brachten ihn dazu, zu erkennen, dass er Verantwortung trug.
Eine Wahrheit, die ihm nicht gefiel.
Dann erwachte das wahre Problem.
Die Lava in der Höhle begann zu zittern. Blasen stiegen auf, glühende Tropfen spritzten über den Basalt, und Igneel sagte sofort:
„Das war nicht ich!“
Aus einer Lavapfütze erhob sich Kharavoss, der Aschefresser, das zweite Feuer unter dem Glutkamm. Ein riesiges Wesen aus schwarzem Basalt, Asche und flüssiger Glut, mit einem weißglühenden Kern in der Brust und brennenden Augen zwischen zerbrochenem Stein.
Gemeinsam mit Igneel stellten sich die Helden dem Glutmonster. In der Drachenhöhle tobte der Endkampf zwischen Lava, Rauch, berstendem Basalt und glühenden Rissen. Kharavoss versuchte, den Hort, die Höhle und alles Leben darin zu verschlingen, doch die Helden hielten stand.
Igneel kämpfte an ihrer Seite — nicht als unangefochtener Herrscher, sondern als jemand, der zum ersten Mal verstand, was Verantwortung bedeutet.
Am Ende wurde Kharavoss durch die Klauen und Zähne des Drachen besiegt.
Nach dem Kampf trat Igneel aus der Höhle vor seine Kobolde. Die kleinen Flammen blickten ehrfürchtig zu ihm auf, doch diesmal sprach er nicht wie ein eitler Herrscher, sondern wie jemand, der eine Entscheidung getroffen hatte.
„Hört mich, meine kleinen Flammen.“
„Kein Tribut mehr von Karawanen.“
Entsetztes Flüstern ging durch die Kobolde.
„Kein Helm, der durch Angst genommen wurde. Kein Topf, der unter Schreien geraubt wurde. Kein Gold, das Blut an sich trägt.“
Er blickte kurz zu den Helden.
„Ein Fürst braucht keinen Hort aus Furcht.“
Dann hob er das Kinn.
„Ein Fürst nimmt Tribut von denen, die ihn ehren. Nicht von denen, die er schützen sollte.“
So endete die Gefahr am Glutkamm nicht mit dem Tod eines Drachen, sondern mit der Entscheidung eines jungen Drachen, ein anderer Fürst zu werden.
Die Karawanenwege sind vorerst sicher.
Die Kobolde haben neue Befehle.
Und Igneel, Fürst der Glutklippen, wird die Helden nicht vergessen.