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Updated 6 days ago
Morhaen liegt dort, wo die Nebel nie ganz weichen und der Wind die Schreie der Vergangenheit trägt. Ein Dorf, errichtet auf uralten Steinen, zwischen den zersplitterten Ausläufern der Grauspitzen Berge. Hier, am Rand der Zivilisation, trotzen die Menschen der Finsternis – Tag für Tag, Nacht für Nacht.
Während im Osten und Westen die Völker nichtsahnend ihrem Alltag nachgehen, hält Morhaen dem Chaos stand. Die Dorfbewohner leben mit harter Hand und warmem Herz. Schmiede arbeiten bei schwachem Licht an Waffen, die vielleicht nie genug sein werden. Bauern flüstern Gebete, während sie in gefrorene Erde säen. Und in der alten Kapelle brennt jede Nacht eine Kerze – ein Zeichen, dass das Licht noch nicht erloschen ist.
Viele, die hierherkommen, suchen einen Sinn fürs Leben – oder nach Vergebung. Manche fanden beides. Fremde werden mit Misstrauen begrüßt, doch wer bleibt und hilft, wird bald als einer der Ihren betrachtet. Morhaen vergisst nicht leicht, aber es vergibt jenen, die es verdient haben.
Das Dorf ist klein, doch es birgt mehr als man sieht: Geheimnisse unter den Dielen, Flüstern in den Bäumen, Zeichen im Dreck und Schnee. Und irgendwo jenseits des Waldes und den Bergen... regt sich etwas.
Dies ist kein Ort für Helden in strahlender Rüstung – sondern für jene, die bereit sind, im Dunkeln ein Licht zu tragen.
Willkommen in Morhaen, Reisender.
Möge dein Mut größer sein als deine Furcht.
Denn hier, in der letzten Bastion der freien Welt, entscheidet sich, ob das Licht überdauert – oder erlischt.
