
Level
5
Experience
7 XP
Gold:
2,325
Silber:
101
Downtime:
31.5
Rasse:
Beastkin (Avian)
Herkunft:
Forest Bastion
Background:
Forest Dweller
Klasse:
Ranger
Subclass:
Griffon Scout
Alter:
6
GröĂe:
1,70m
GM Kompass:
-
Ordnung/Freiheit:
eher Ordnung
Gruppe/Selbst:
Gruppe
Prinzip/Impuls:
Plan
Motivation:
Wahrheit suchen, Zugehörigkeit, Bestimmung finden
Methode:
Heimlich
Grenze:
sinnloses Töten, Verrat
Completed:
8
Most recent:
12 days ago
Zephyros erinnert sich nicht an ihre ersten Tage â nur an das GefĂŒhl von Wind auf ihren Federn und an das ferne Echo eines Rufes, den sie bis heute nicht ganz versteht. Man fand sie als SĂ€ugling, hoch oben auf einer schroffen Klippe nahe einer abgelegenen Bastion in den Grenzlanden von Aventyr. In grobes Tuch gewickelt lag sie dort, ruhig und wach, als hĂ€tte man sie nicht ausgesetzt, sondern bewusst an genau diesem Ort zurĂŒckgelassen.
Die WĂ€chter nahmen sie mit in die Sturmnest-Bastion, eine steinerne Zuflucht zwischen dichten WĂ€ldern und zerklĂŒfteten Bergen. Dort wuchs Zephyros auf, umgeben von Rangern, SpĂ€hern und Kriegern, die das Gleichgewicht zwischen Zivilisation und Wildnis schĂŒtzten. Schon frĂŒh zeigte sich, dass sie anders war. WĂ€hrend andere Kinder lachten und spielten, suchte sie die Höhe der TĂŒrme oder verschwand lautlos im Wald, als wĂŒrde sie von etwas Unsichtbarem gerufen werden.
Der Wald wurde ihr Lehrer. Sie lernte, Spuren im Laub zu lesen, den Flug der Vögel zu deuten und die kleinsten VerĂ€nderungen im Wind zu spĂŒren. FĂŒr die anderen war es Training â fĂŒr Zephyros war es Instinkt.
Eines Tages, als sie noch sehr jung war, fĂŒhrte dieser Instinkt sie tief in die Berge. Dort hörte sie das verzweifelte Kreischen eines Wesens, das sie nie zuvor gesehen hatte: ein Greifenjunges, gefangen in den Netzen von Wilderern. Ohne zu zögern griff sie ein. Klein und schnell bewegte sie sich zwischen den MĂ€nnern hindurch, schnitt die Fesseln auf und lenkte sie gerade lange genug ab, damit das Jungtier entkommen konnte. Als man sie spĂ€ter fand, war sie erschöpft und verletzt â doch in ihren Augen lag ein unerschĂŒtterlicher Trotz.
Seit jenem Tag erzĂ€hlen die WĂ€chter, dass hoch ĂŒber der Bastion ein Greif kreist, wann immer Zephyros sich in Gefahr befindet. Sie selbst spricht nie darĂŒber.
Was sie jedoch noch weniger mit jemandem teilt, ist das Geheimnis ihrer Herkunft. In dem Tuch, in das sie als Baby gehĂŒllt war, verbirgt sich ein seltsames Zeichen â ein Falke aus silbernen FĂ€den, dessen Schwingen von Sternen durchzogen sind. Sichtbar wird es nur im Mondlicht. Und manchmal, wenn der Wind durch die BĂ€ume zieht, meint Zephyros, eine Stimme zu hören. Kein klares Wort, sondern ein FlĂŒstern, das sie ruft, als wĂŒrde jemand wissen, wer sie ist.
Mit den Jahren wuchs in ihr die Gewissheit, dass ihre Eltern sie nicht einfach verlassen hatten. Etwas GröĂeres lag hinter ihrer Herkunft â etwas, das mit dem Zeichen, dem Wind und ihrer unruhigen Seele verbunden war.
Die Antwort kam in Form eines Traumes.
Sie sah ein endloses Labyrinth aus Stein, verschlungen und uralt. In seinem Zentrum erhob sich ein Turm, umgeben von Sturm und flackerndem Licht. Und dort, hoch oben, leuchtete das gleiche Symbol wie auf ihrem Tuch.
Als sie erwachte, wusste sie, dass es mehr als nur ein Traum gewesen war.
Das Labyrinth existierte. Und es rief sie.
Zephyros verlieĂ die Sturmnest-Bastion nicht aus Undankbarkeit, sondern weil sie verstand, dass ihr Weg sie weiterfĂŒhren musste. Die WĂ€lder hatten sie geformt, die Bastion hatte sie geschĂŒtzt â doch ihre Bestimmung lag jenseits davon.
Nun wandert sie durch Aventyr als Rangerin, gefĂŒhrt von Instinkt und dem leisen FlĂŒstern des Windes. Sie sucht das Labyrinth, weil sie glaubt, dass dort die Wahrheit verborgen liegt: ĂŒber ihre Eltern, ĂŒber das Zeichen â und darĂŒber, warum sie schon immer das GefĂŒhl hatte, dass ihr Leben nicht mit einem Anfang begann, sondern mit einem Geheimnis.
Und tief in ihrem Inneren trĂ€gt sie eine Frage, die sie mehr fĂŒrchtet als jede Gefahr:
Wenn sie findet, was sie sucht â wird sie dann noch dieselbe sein?