

Level
1
Experience
0 XP
Rasse:
Eichhörnchen Beastkin
Herkunft:
Messenger
Background:
Wanderer
Klasse:
Sorcerer
Alter:
ca. 23
Größe:
1,55m
Upcoming:
1
Nyvra wurde irgendwo hoch oben in den Ästen von Yggdrasil geboren.
Sie wuchs in einer kleinen Siedlung nahe Acorndray auf, wo Plattformen aus geflochtenen Zweigen zwischen gewaltigen Ästen hingen und Wege nie gerade verliefen. Für Nyvra war das Leben dort einfach: springen, greifen, klettern. Während Andere sich vorsichtig ihren Weg suchten, war sie längst weiter, balancierte über Seile oder verschwand zwischen Blättern, nur um kurze Zeit später an einer ganz anderen Stelle wieder aufzutauchen.
Schon früh blieb sie immer wieder stehen, legte den Kopf schief und lauschte auf etwas, das sie zwischen dem Rascheln der Blätter wahrnahm. Etwas, das niemand sonst hören konnte.
Die Älteren lächelten, wenn sie ihnen erzählte, sie hätte ein Flüstern gehört, und kamen ihr mit Geschichten von Ratatosk, dem rastlosen Boten, der Geheimnisse den Stamm hinauf und hinab trägt.
Nyvra hörte ihnen dann zu, nickte – und wusste doch, dass das, was sie wahrnahm, etwas anderes war.
Ihre Magie zeigte sich auch nur im Kleinen. Ein Funke, der zwischen ihren Fingern aufsprang, wenn sie sich erschreckte. Ein Gegenstand, der sich bewegte, weil sie zu lange an ihn dachte.
Niemand brachte ihr bei, wie man zaubert. Niemand erklärte ihr, was sie tat. Und Nyvra selbst hatte nie das Gefühl, dass sie etwas wirkte. Es geschah einfach.
Als sie älter wurde, vielleicht sechzehn, siebzehn, begann sie, weiter zu gehen als die anderen. Höher hinaus, tiefer in die äußeren Äste, dorthin, wo die Wege dünner wurden und das Licht seltsam brach. Dort war das Flüstern stärker.
Auch der Moment, der alles veränderte, war unspektakulär. Ein Ast, den sie nie zuvor bemerkt hatte, obwohl sie glaubte, jeden Winkel ihrer Heimat zu kennen. Zwischen der Rinde und einem flimmernden Schimmer tat sich etwas auf, ein Weg, der plötzlich existierte.
Nyvra zögerte nicht.
Sie sprang und als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, war der Baum verschwunden. Der Wind roch anders und die Geräusche waren fremd.
So betrat Nyvra das Labyrinth.
Am Anfang wollte sie zurück. Sie suchte nach Ästen, nach Mustern, nach irgendetwas Vertrautem. Doch das Labyrinth veränderte sich, öffnete neue Wege, zeigte ihr Orte, die sie sich nie hätte vorstellen können.
Und so meldete sich der alte, vertraute Drang, weiterzugehen, noch einen Sprung zu wagen, noch einen Weg zu erkunden, ein Geheimnis zu lüften.
Manchmal spricht sie davon, nach Hause zurückzukehren – und meint es auch. Irgendwo tief in ihr gibt es noch immer dieses Bild: die Äste, das Licht, die vertrauten Wege. Doch genauso oft hält sie inne, blickt in eine Richtung, die sonst niemand wahrnimmt, und folgt einem Gefühl, das sie nicht erklären kann.
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