Er ist nur selten selbst dort – er bleibt in seinen Gemächern, umgeben von purpurnen Vorhängen, goldenem Zierrat und einem ewigen Glas Wein in der Hand. Doch er ist derjenige, der Expeditionen finanziert, Risiken kalkuliert und die Verlierer ersetzt, wenn sie scheitern. Für ihn sind Abenteurer Investitionen – manche lohnend, andere ersetzbar. Nur im absoluten Notfall schreitet eher bei einem hohen Einsatz selber zur Tat.
Dorian zeigt seine Erbmagie selten offen. Er lässt sie subtil einfließen: ein Blick, der stärker drückt als Worte; ein „Vertrag“, der mit einem Hauch seines Blutes besiegelt wird; eine Aura, die seine Gegner zögert, während seine Partner ihm unbewusst zustimmen. In den Fluren der Händlergilde munkelt man, dass niemand Dorian ein Geschäft verweigern kann, ohne dass das Schicksal selbst sich gegen ihn wendet.
Dorian ist stets charmant, kultiviert und scheinbar gelassen. Er genießt es, als väterliche Figur oder als wohlwollender Patron aufzutreten, doch dahinter steckt ein kalter Rechner. Für ihn ist jeder Mensch, jede Kreatur ein Stein in einem riesigen Mosaik – und nur er weiß, welches Bild am Ende daraus entstehen wird.